Flora

Die grösste Überraschung für den botanischen interesierten Reisenden auf Elba ist der Artenreichtum der mittelmeerischen Pflanzenwelt. Dieser Reichtum ist Ausdruck einer grossen Abwechslung in Klima und Bodenverhältnissen, aber auch der frühen Geschichte und Entwicklung, denn der Mensch des Mittelmeerraumes begründete hier einige seiner ältesten Siedlungen und begann schon bald mit der Kultivierung von Weinreben, Olivenbäumen, Feigenbäumen und Getreidegräsern. Seit mindestens 8000 Jahren schlug er Bäume zum Hausbau, zur Erzverhüttung, als Brennmaterial oder als Kerbholz, bestellte seine Äcker, pflanzte Fruchtbäume, weidete seine Schafe und Ziegen und verursachte dadurch, dass so wenig von der ursprünglichen Vegetation übrigblieb. Alles, was wir heute zwischen den kultivierten Flächen finden, wächst in einem Degenerations- oder Regenerationsstadium, als langsam sich ändernde Übergangsstadien gegen einen stabilen Endzustand. Dieser Endzustand, von den Ökologen als “Klimax” bezeichnet, abhängig von Klima und Boden, ist in den meisten Fällen ein Wald; doch wie selten finden wir wohlentwickelte Wälder im Gebiet des Mittelmeeres. Durch die jahrtausendelange Überweisung und Waldzerstörung wurde die Bodenkrumme stark abgetragen, stellenweise trat nackter Fels zutage, und es konnten nur noch bescheidene, wiederstandfähige Pflanzen in diesem Ungunstraum wachsen. Dies allein erklärt uns, weshalb wir heute in den mediterranen Küstengebieten auf Tausenden von Quadratmetern auf jenen so charakteristischen Vegetationstyp stossen, der den Namen “Macchia” trägt. Dieser undurchdringliche, immergrüne Buschwald von zwei und mehr Metern Höhe bedeckt auch einen grossen Teil der Insel Elba.
 
Es gibt viele Wanderwege auf der Insel Elba, welche zum Wandern und zum Mountainbiken benutzt werden können. Jedoch wachsen die einen oder anderen Wege zu und deshalb empfehlen wir die Wanderführer und Mountainbikeführer von Elba Island Tours. Ausserdem können auch Mountainbikes gemietet werden.
 
WANDERAUSFLÜGEMOUNTAINBIKEAUSFLÜGE
 
 
Kulturpflanzen auf Elba
 
Die letzte Eiszeit vor etwa 10000 Jahren, in der ein grosser Teil der mitteleuropäischen Flora ausstarb, hatte im Mittelmeerraum keine so verheerenden Folgen, weil die Gletscher kaum unter 2700 m reichten. Es muss damals zahlreiche geeignete Standorte gegeben haben, kühler und feuchter als heute, wo die Pflanzen überleben Konten. Deshalb finden sich im gesamten Mittelmeerraum noch zahlreiche Arten, die aus dem Teritär stammen und die Eiszeiten überlebt haben. Dazu gehören der Johannisbrotbaum, die Myrte, die Weinrebe, der Oleander, die Platanen, der Ölbaum (Olivenbaum) u. a. Den Charakterbaum des Mittelmeerraums, den Olivenbaum finden wir auch auf Elba. Dieser immergrüne, im Alter kräftig knorrige Baum ist mediterranen Ursprungs. Seine biegsamen Zweige mit den silbergrün schimmernden lanzettlichen Blättern gelten seit jeher als Symbol des Friedens. Die wilden, nicht veredelten Olivenbäume tragen nur wenige Früchte. Die Elbaner kultivieren viele Olivenbäume und stellen hervorragendes Olivenöl her. Es lohnt sich für einheimische Spezialitäten jeweils am Samstag den Markt in Procchio zu besuchen, geöffnet bis 13:00 Uhr. Dort finden Sie viele Elbanische Köstlichkeiten und Mitbringsel.
 
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Pflanzen der Macchia auf Elba
 
STRÄUCHER
 

Zistrosengewächse – Cistaceae
Charakterpflanze für Macchia und Garigue. Es gibt etwa 20 Arten dieser Gattung im Mittelmeerraum. Die einzelnen Rosenähnlichen Blüten verwelken meist nach wenigen Stunden, sind aber in grosser Fülle angelegt, so dass ein Strauch immer blüht.
 
Montpellier – Zistrose
Stark aromatischer, drüsig klebriger, 0,4-1m hoher Strauch, gegenständige schmallanzettliche, etwa 2-5cm lange, oberseits schwach und unterseits stark behaarte Blätter mit umgerolltem Rand, häufig mit Zikadenschleim bedeckt; weisse Blüten.
Blütezeit: April – Juni
Standort: Silikatböden
 
Weissliche Zistrose
Schwach aromatischer, bis 1 m hoher Busch mit weissfilzigen, flachen, nicht welligen, schmalelliptischen, 2–5 cm langen Blättern; rosarote Blüte, Kornblätter zerknittert.
Blütezeit: April – Juni
Standort: vorwiegend felsige Kalkböden
 
Salbeiblättrige Zistrose
Kräftiger, bis zu 80 cm hoher Strauch, mit gestillten, elliptischen bis eierförmigen, oberseits grünen und unterseits weisshaarigen, runzeligen, bis 4 cm grossen Blättern; weisse Blüten, meist einzeln, seltener bis zu vier.
Blütezeit: April – Juni
Standort: vorwiegend Silikatböden
 
Lavendelblättrige Sonnenrösschen
10 – 50 cm hoher, dicht graufilziger Zwergstrauch; Blätter lineal-lanzettlich, am Rande umgerollt, oben grau und unten weissfilzig;gelbe fünfjährige Blüten.
Blütezeit: April – Juli
Standort: lichte Wälder, bevorzugt Kalkböden
 
Erdbeerbaum
1,5 – 3 m, selten bis 10 m hoher, immergrüner Strauch bzw. Baum, dessen Blätter glänzend, derb lanzettlich, gezähnt sind; weisse bis rötliche Blüten, glockenförmig, in verzweigte Blütenstauden mit endständigen Rispen; erdbeerähnliche Früchte von 15 – 20 mm Durchmesser, mit würziger Oberfläche, zuerst grüngelblich, dann dunkelrot.
Diese Früchte sind Essbar.
Blütezeit: Oktober – April
Standort: vorwiegend auf Silikatböden
 
Dornginster
Sehr dorniger, bis zu 2 m hoher Strauch mit gelben Blüten; Blätter sind kleeartig, 5 – 15 mm lang, oben kahl und unten schwach seidenhaarig.
Blütezeit: April – Juni
Standort: vorwiegend an sonnigen, felsigen Hängen auf Silikatböden.
 
Pfriemenginster
1 – 3 m hoher Rutenstrauch mit streifen, aufrechtstehenden, fast blattlosen Ästen; einfache, kleine lanzettliche Blätter; leuchtend gelbe Blüten in endständigen, aufrechten Trauben. (Giftig)
Blütezeit: April – Juni
Kalkhaltige Böden

 
 
KRÄUTER
 

Lavendel
Niedriger, immergrüner, bis 80 cm hoher Strauch mit beidseits graufilzigen, Linealen bis lanzettlichen, ganzrandigen Blättern mit umgerolltem Rand; Blüten Purpur, zweilippig in einer 2 – 3 cm langen, dichten Scheinähre.
Blütezeit: Februar – Juni
Standort: trockene Stellen auf Silikatböden
 
Thymian
Kleiner, dichter, graugrüner Zierstrauch, 10 – 30 cm hoch, mit stark aromatischem Duft. Lineale bis elliptische, dichtfilzige Blätter mit eingerolltem Blattrdand; Blüten in Scheinquirlen, rosaraben oder weisslich.
Blütezeit: April – Juli
Standort: auf kalkigen Böden
 
Myrte
Bis zu 5 m hochwachsender Strauch; derbe, ledrige, gegenständige, eiförmig lanz-ettliche, bis 5 cm lange Blätter, aus deren feinen Drüsen ein wohlduftendes ätherisches Öl strömt; Blüten in den Blattachsen an bis zu 3 cm langen Stielen, mit 5 weissen Blütenkornblättern und einer Fülle von Staubgefässen; Früchte als Blauschwarze Beeren (Myrtenlikör)
Blütezeit: Juni – August

 
 
BÄUME
 

Lorbeerbaum
Bis 10 m hoher, buschiger Baum; immergrüne, wechselständige, ledrige, länglich-lanzettliche, aromatische Blätter; Blüten 4 – 6 blattachselständig mit 4 Kronblättern.
Blütezeit: März – April
Standort schattige Wälder, feuchte Hänge
 
Olivenbaum
Blätter silbergrün schimmernd, lanzettlich mit kurzem Stiel, unterseits silbrig weiss; Blüte grünlichgelb.
Blütezeit: Mai – Juni
Standort: trockene und steinige Böden
 
Schirmpinie
Ausgewachsene Bäume tragen eine dunkelgrüne, schirmförmige ausgebreitete Krone. In den Zapfen findet man die Piniennüsse.
 
Korkeiche
Bis zu 20 m hoher Baum mit dicker korkende. Wenn die Bäume 15 – 20 Jahre alt sind können Sie zum ersten Mal geschält werden zur Gewinnung von Flaschenkork. Der nackte Baum ist zunächst rosagelb, dann zimtbraun. Je nach Plattenstärke können die Bäume dann alle 10 – 20 Jahre geschält werden. Eiförmig längliche Blätter, oderseits glänzend und unterseits schwach graufilzig.
Standort: lichte Wälder, bevorzugt leicht saure Böden.
 
Eukalyptusbaum
Schnellwüchsiger, bis 40 m hoher Baum mit einer sich in langen Streifen schälenden Rinde; junge Blätter eiförmig-lanzettliche, ungestielt und blaugrün, Folgeblätter sichelförmig-lanzettlich, gestielt und glänzend grün, 10 – 30 cm lang. Die Blätter haben die Fähigkeit sich in Nord-Süd-Richtung einzustellen und den heissen Sonnenstrahlen nur die schmale Kante als Angriffsfläche zu bieten; Blüten meist einzeln.
Blütezeit: Februar – Juli
Standort: Häufig als Zierbaum kultiviert
 
Mimose
8 – 12 m hoher Baum; zartgefiederte Blätter, nachts zusammengefaltet, leuchtend gelbe, wohlriechende Blütentrauben, Handelsartikel der Blumenbindereien.
Blütezeit: Januar – März
Standort: Strandplätze, Waldrand

 
 
KAKTEEN
 

Echter Feigenkaktus
An den abgeflachten, graugrünlichen, elliptischen Gliedern sind lange Stacheln; an den sukkulenten Gliedern entstehen grosse gelbe Blüten die gegen ende August zu Früchten werden; entfernt man ihre Schale mit den Stacheln, so ist das Fleisch essbar.
Blütezeit: März – April
Standort: Sonnige Plätze
 
Agave Agave
2 m hohe Rosette aus dickfleischigen Blättern, an der Spitze mit einem langen Dorn und an den Rändern mit gekrümmten Zähnen. Nach 10 – 15 Jahren treibt die Pflanze einen 5 – 8 m hohen, riesenspargelähnlichen Trieb aus, an dem unzählige gelbliche Blüten sitzen. Nach dem Blühen stirbt die Agave bis auf den unterirdischen Teil des Stammes ab, wo reichlich Ableger leben.

 
 
BLUMEN
 

orchidee Orchideen
Im Mittelmeerbereich gibt es ca. 30 Arten von Orchideen, welche auch auf Elba zu finden sind.