Insel Giannutri

Die Insel Giannutri zeichnet die südliche Grenze des Nationalparks des toskanischen Archipels dem er ganz zugehört. Im Winter ist die Insel Giannutri praktisch unbewohnt, mit Ausnahme der etwa zehn Bewohner, welche die wichtigsten Dienstleistungen erledigen.
 
Die Insel Giannutri scheint eine schlanke Mondsichel. Die zerklüftete ist reich an kleinen Buchten, Erhebungen und Einbuchtungen, die auf das kristallklare Meer blicken. Die geringen Erhebungen enden in drei massighohen Hügeln (88 m der höchste). Auf der Insel Giannutri gibt es weder Bäche noch Teiche. Es gibt Steineichenwälder (Quercus ildx) und verwilderte „macchia“. In einigen nördlichen gebieten befinden sich interessante Formationen von Wachholderbuschwald (Juniperus phönicea) und im zentralen Bereich (Cala Maestro) ein schöner Pinienwald (Minus halepensis).
 
Vom faunistischen Standpunkt her weisen wir auf ein reichliches Vorkommen von Strumtauchern (Colonectris diomedea und Puffinus) und von verbreitetsten tyrrhenischen Vögeln hin. Die Korsischen Möwen findet man hier nur auf der Durchreise. Häufiger jedoch gibt es eine ganze Anzahl von Sperlingsarten wie die schwarzköpfige Grasmücke (Sylvia melanocephala), die Provencegrasmücke (Sylvia undata), der Zaunkönig (Troglodytes Troglodytes), der Grünfink (Chlorid Chlorid), der graue Fliegenschnapper (Musicapa striata), der klone Würger (Lanius Collurio) und viele andere.
 
Die Insel Giannutri wird seit prähistorischer Zeit von Menschen bewohnt und ist seit jeher Zuflucht für Piraten und Fischer. Historisch sehr bedeutend sind die Ausgrabungen einer romanischen Villa auf der Westküste. Die Villa gehörte im ersten und zweiten Jh. n. Chr. der reichen römischen Familie Domizi, welche schon andere römischen Villen an den tyrrhenischen Küsten besass.
 
 
Morphologie und geografische Auskunft
Oberfläche: 2,6 km2
Küstenabwickling: 11 km
Höchste Erhebung: Poggio Capelrosso (88 m)
Bevölkerung: keine festen Einwohner
Orte: Touristische Siedlung Cala Spalmatoio
Entfernung vom Festland: 13 Seemeilen von Porto Santo Stefano (etwa 20 km)